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Pinguine | Wale in gemäßigten Breiten


Ein bisschen Geographie

Chile ist ein langes schmales Band von etwa 200km Breite, dass sich von den Wüsten im Norden bis nach Feuerland an die Südspitze des Kontinents auf einer Länge von 4.000 km erstreckt. Das ist weiter als von Berlin nach Grönland. 
In der Mitte und im Süden bilden die Küstenkordillieren und die Anden ein langen Schlauch mit dem Zentraltal in der Mitte.

Wo liegt Patagonien?

Als Patagonien bezeichnet man den südlichsten Teil Südamerikas, also etwa südlich des 40. Breitengrades sowohl auf argentinischer als auch auf chilenischer Seite. In Chile ist die Stadt Valdivia das Tor nach Patagonien.

 

Saubere Luft

Das am "dichtesten" besiedelte Gebiet Patagoniens, die chilenische Region Los Ríos ("Region der Flüsse") ist genauso groß wie Sachsen hat aber nur 300.000 Einwohner, Sachsen zum Vergleich 4 Millionen.
Im Westen ist der riesige Pazifik, im Süden Kap Horn und die Antarktis, im Osten bilden die Anden die Grenze und dahinter die kaum besiedelte argentinische Pampa. D.h. egal woher der Wind herkommt, die Luft ist immer sauber.
Und das kann man tatsächlich sehen: Der Himmel ist einfach blauer als in Europa.

 

Durch den Wechsel von Hochgebirge, Ebene, Mittelgebirge und Pazifikküste auf engem Raum finden sich überall wunderschöne Landschaftsformationen.

Seen, Inseln, Vulkane, Wasserfälle, Täler und Flüsse sind nicht die Ausnahme sondern sie Regel.


Das Land der Vulkane

Entlang der gesamten chilenischen Andenkette sind Vulkane wie auf einer Perlenschnur aufgefädelt. Etwa alle 40km ist ein schneebedecketer Vulkan. Sie bilden im Süden die höchsten Gipfel und sind weithin sichtbar.

Der Vulkan Osorno lockt trotz der Gefahren jedes Jahr Bergsteiger aus aller Welt an. Im letzten Jahr ist ein Deutscher dort tödlich verunglückt.

 


Thermal-Bäder im Überfluss

Als Begleiterscheinung der Vulkankette gibt es hunderte von natürlichen heißen Quellen. Man darf Chile einfach nicht wieder verlassen, ohne eins der vielen Thermalbäder besucht zu haben. Schon der peruanische Inka-König Atahualpa kehrte gerade aus einer Thermalquelle zurück, als er das erste Mal auf die spanischen Eroberer traf.

Die Palette reicht von exclusiv bis Bretterverschlag.

Besonders exotisch ist ein offenes Termalbad in Naturstein im Winter bei Nacht. Einige Bäder haben bis 22:00 Uhr geöffnet. Ringsum schneebedeckte Gipfel und man selbst unter freiem Himmel in einem dampfenden Becken. Bei Mondschein, Frost und Sternenhimmel wird dieses Gefühl noch dadurch gekrönt, dass man Ihnen einen Drink ans Becken bringt.

Aber egal wo man auch hinkommt: der Vorteil des großen Angebotes ist - es ist nirgends richtig voll. Das Wichtige am Thermalbad ist nunmal die Entspannung und die wird nicht durch Massenandrang beeinträchtigt.

 


Ein Bad im Freien am Osterwochenende

 

Heiße Quellen sind nun mal ein Naturerzeugnis und nicht immer exakt 37° warm. Da gibt es einfache offene Becken mit nur 25° Celsius, andere mit einem Zulauf von 70°, überdachte Hallen mit Massagesalon, einfache Bretterverschläge, individuelle Badezimmer für ein Bad zu zweit im Wirlpool mit Termalwasser.
Die Preise sind zwar unterschiedlich aber der reine Eintritt übersteigt selten wenige Euro. Zuweilen wird auch gleichzeitig Übernachtung angeboten. Das kann ein dazugehöriges Hotel sein aber auch eine rustikale Finnhütte.

Aber Achtung: das Angebot ist so groß, dass man bei einem Versuch auf gut Glück schnell mal enttäuscht werden kann. Wir haben ein Reihe von Thermalbädern getestet und können mit gutem Gewissen das für Sie passende empfehlen.


Therme aus Naturstein im Winter


Wenn man Bescheid weiß, geht es auch ohne Eintritt. Eine heiße Stelle an einem Fluss, wo man sich ein ganz einfach ein Loch macht und hineinlegt.

Besonders reizvoll aber schwer zu finden: ein versteckter, überwucherter Bach mit warmem Wasser - ganz allein und ungestört.

 


Valdivia 

Valdivia ist das Tor nach Patagonien. Valdivia ist aber auch die mit Abstand hübscheste Großstadt Südchiles. Hier treffen sich sieben Flüsse und suchen den Ausgang zum nahen Pazifik. Die Stadt ist mit 140.000 Einwohnern überschaubar.
Während andere patagonische Städte eher langweilig und ein bisschen schmuddelig wirken, hat Valdivia Leben: eine große Universität, ein Nachtleben, diverse internationale Festivals und Sportereignisse. Aus gutem Grund befindet sich hier unsere Geschäftstelle.

Valdivia ist durch die deutsche Kolonisierung geprägt.
Ein städtisches Großereignis ist z.B. das viertägige "Bierfest" der ortsanssässigen Brauerei Kunstmann. Die Familie Kunstmann stammt ursprünglich aus Dresden.

Das Oldtimer-Treffen ist nur ein kleiner Teil diese Volksfestes.
Apropos Oldtimer: Auf den Weg von Valdivia in eines der Jagdgebiete hat ein privater Liebhaber die größte Studebaker-Sammlung Südamerikas zusammengetragen und in einem kleinen Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


Seelöwenweibchen auf dem Bootsverleih

Die auf den ersten Blick auffälligste Attraktion dem Stadt sind aber die Seelöwen. Der Fluss Valdivia hat Zugang zum Pazifischen Ozean. Auf diesem Wege hat sich vor etwa 10 Jahren eine Kolonie von Seelöwen mitten in der Stadt etabliert.

Doch Achtung - Männchen wiegen etwa 150kg und haben ein mächtiges Gebiss. Der ruhige Schein trügt - es sind und bleiben wilde Tiere. Das hat schon der ein oder andere vorwitzige Hund mit dem Leben bezahlen müssen.

 


Angeln - Lachse und Forellen

Durch die Nähe von Anden und Küste gibt es eine ganze Reihe von sauberen Flüssen, die Richtung Meer streben. Sie verbinden zum Teil auch die vielen Seen in der Gegend. Und diese Kombination ist der ideale Lebensraum für Forellen und Lachse. Andere Fischarten spielen kaum eine Rolle. Was der eine als artenarm bezeichnet, ist genau das was der deutsche Angler sucht: Salmoniden.

Angeln mit der Fliege ist in Chile ein Volkssport. Ihm werden sogar Fernsehsendungen gewidmet.
Ernest Hemingway, ein großer Liebhaber des Fliegenfischens, hat hier in Südchile Forellen und Lachse geangelt.

Aber auch wer die Hohe Schule des Fliegenfischen nicht beherrscht, kann mit normalen Ködern auf Erfolg hoffen.

Es gibt drei Forellenarten (Bachforelle, Regenbogenforelle, Arroyoforelle). Alle Flüsse und Seen beherrbergen Forellen. Die begehrte Bachforelle ist recht häufig. Die drei Lachsarten (Atlantischer Lachs, Pazifischer Lachs, Königslachs) kommen in den meisten Seen und den sie verbindenden Flüssen vor. Der Königslachs (Chinook) ist der Größte von allen und steigt nur zum Laichen etwa im April.
Die Angelsaison geht von November bis April. Schleppangeln ist erlaubt.

Aber auch das Meeresangeln in der Nähe von Valdivia kann erfolgreich sein. Am Meer kann das ganze Jahr über geangelt werden.


Bachforelle auf Spinner

Königslachs (Chinook)

 


Tour zu den Pinguinen


Magellan-Pinguine

Pinguine gibt es nicht nur in der Antarktis. Der Humboldt-Pinguin zieht bis nach Perú hoch. In Südchile überschneiden sich die Verbreitungsgebiete von zwei Pinguinarten, des Humbolt-Pinguins und des Magellan-Pinguins. Etwa 200km südlich der Jagdgebiete liegt eine Pinguin-Kolonie, die beide Arten beheimatet.

Es handelt sich dabei um eine Brutkolonie. Spektakulärer ist natürlich ein Besuch zur Zeit der Aufzucht im Frühjahr. Aber auch im hiesigen Spätsommer (März/April) sind immer noch genügend Pinguine in der Kolonie anzutreffen.

 
Die größte Insel Chiles - Chiloé


Um zu der Kolonie zu gelangen, muss man zuerst mit der Autofähre auf die größte chilenische Insel Chiloé übersetzen. Mit etwas Glück sieht man bei der halbstündigen Überfahrt schon Pinguine, Tümmler-Delphine, Robben oder Seelöwen. Wer ein Fernglas sein eigen nennt sollte dies auf jedem Fall mitnehmen.

Typisch für die Insel sind auf Pfählen errichtete Häuser.


Restaurant in der Nähe der Pinguin-Kolonie

Ein Erlebnis der anderen Art ist auch die Fahrt am Strand entlang. Wer es nicht kennt, wird verwundert sein, wie fest der Meeressand ist und so eine gute Autopiste bildet.

 

Einer der bekanntesten Deutschen in Südamerika ist Alexander von Humboldt. Er hat u.a. dem kalten Meeresstrom aus der Antarktis und der nördlichsten Pinguinart seinen Namen gegeben.


Humboldt-Pinguine

 


 Wale in gemäßigten Breiten

Blauwale sind die größten Tiere dieser Welt. Sie erreichen eine Länge bis 33 m. Blauwale unternehmen große Wanderungen. Im Winter ziehen sie zur Paarung bis an den Äquator. Den Sommer und Herbst verbringen sie dagegen weit im Süden um Feuerland und in der Antarktis. Das ist mehr als 1000 km von unseren Rotwildgebieten entfernt. 
Seit einigen Jahren hat sich das Verhalten der Wale aber geändert. Ein Teil der Blauwale hält sich eine gewisse Zeit in gemäßigten Breiten Südchiles auf. Zu bestimmten Zeiten erscheinen diese Riesen vor der Küste von Chiloé. Das ist etwa 4-5 Autostunden von den Jagdgebieten entfernt.

Das Erscheinen der Wale hängt vom Krill-Bestand ab. Der Krill ist ein kleines Wassertier, dass die Hauptnahrung der Blauwale bildet. Man kann also nicht genau vorhersagen, ob sich die Wale zum geplanten Zeitpunkt des Urlaubs in Küstennähe aufhalten. Normalerweise erscheinen die Wale aber zwischen Februar und April in diesem Gebiet.

 


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